Der Bürgerkrieg

das zeigt der jüngste Fall der Ukraine, kann von außen kaum zum Besseren beeinflusst werden. Die Ratschläge und Klugscheißereien der Journalisten und Professoren sind peinlich. Sie wollen recht haben in der Katastrophe, in der es kein Recht mehr gibt.
Die Putinversteher sind jetzt auch am Ende, da dieser bekennt, dass er überhaupt keinen Einfluss mehr habe auf die blutigen Ereignisse, es sei denn, er greife direkt ein, als Mann, der die Sintflut stoppt. Ein trickreicher Mann, er baut vor,legt seine Eroberer-Uniform ab und bereitet sich vor auf die Rolle des Retters. Dass er dabei weiterhin mit dem Säbel rasselt, scheint verzeihlich, denn es geht ihm um Menschenleben. Wir werden alle noch froh sein müssen, dass wir ihn haben,dafür waren die Bruderküsse, die er jüngst mit unserem Gerd austauschte, ein großes Zeichen.
Wie konnten wir ihn alle nur so verkennen? Er ist der Feuerwehrmann in der Ukraine, der als einziger den Brand löschen kann.Man fragt sich, wieso hat er diese Fähigkeit in Syrien so sehr unter seinen Scheffel gestellt? Er ist vielleicht so sehr bescheiden, wie es nur ein guter Russe zu sein vermag.
Auch ich muss zurückrudern, ich habe ihn schon schlimm verkannt und sogar ironisch behandeln wollen, da ich postheroisch aufgewachsen nach dem Krieg, wahre große Tapferkeit vor dem Feind, wie Putin sie eignet, nie kennen lernte.
Entschuldigt mich das? Ich glaube nicht, denn ich hätte ja auch auf die kluge Putinkennerin Frau Schmalz-Krone hören können und auf den großen Müller der Nachdenkseiten. Ich muss mich bessern.

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6 Gedanken zu “Der Bürgerkrieg

  1. Dass Putin in die „Rolle des Retter“ schlüpft, wäre durchaus denkbar. Dann nämlich, wenn der Westen fortfährt, Arseni Jazenjuk, den ukrainischen „Regierungschef“ weiterhin zu ermutigen, mit militärischer Gewalt gegen die Bevölkerung im Osten der Ukraine vorzugehen.

    Putin wird es nicht hinnehmen können, wenn im Osten der Ukraine immer mehr Menschen sterben. Wenn Europa keinen Bürgerkrieg in der Ukraine will, bleibt nur ein Weg: Die EU muss Arseni Jazenjuk klarmachen, dass er nicht auf militärische Unterstützung zählen kann, wenn er weiterhin auf Konfrontation setzt.

    Die Ukraine wird zu einem Staat mit zwei relativ autonomen Teilrepubliken werden. Nur so wird sich ein Krieg in Europa verhindern lassen. Die Verantwortung für diese Teilung tragen EU, NATO und USA, die seit 1989 alles tun, um Russland in Europa zu isolieren und militärisch zu bedrohen.

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  2. Glauben Sie wirklich, dass wenn sich der Westen mit mehr Empathie gegenüber Putin verhalten hätte, dieser ein ehrlicher Mann geblieben wäre? Wieso aber, frage ich Sie, hat der Mann nicht das geringste getan für die Menschen im Bürgerkrieg Syriens? Derselbe, der sich jetzt so sehr um die Würde der Russen in der Ostukraine bekümmert zeigt? Ist das zweideutige Verhalten glaubhaft? Ich erinnere außerdem noch an Tschetschenien und Georgien, spielte Putin dort eine auch nur halbwegs akzeptable Rolle? Und wie verfährt er mit der Opposition in Russland? Diese Bestialität des Mannes und seiner Getreuen kann Ihnen doch nicht entgangen sein. Dazu sagen Sie wie auch A. Müller und Frau Krone Schmalz kein Wort. Der Westen hat Putin falsch und arrogant behandelt, das finde ich auch, aber das bringt mich nicht dazu, dem Mann zu trauen.Ich halte mich lieber an die Aussagen der Oppositionellen in Russland, sie erzählen mir, wie er im Innern des Landes mit Journalisten, Autoren und Homosexuellen umspringt. Nämlich undemokratisch, brutal und inhuman.

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  3. Russland 2014 ist kein demokratisches Land, Putin ein Politiker, der bisweilen autokratisch regiert. Aber Russland ist nicht die UdSSR und Putin nicht Stalin.

    Russland ist unser Nachbar und es betreibt keine aggressive Außenpolitik. Wir sollten es mit dem alten Grundsatz halten, der sich über Jahrzehnte in der Nachkriegspolitik Dtls bewährt hat: Keine Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer souveräner Staaten. Nur eine Orientierung an diesem Prinzip verbunden mit wirtschaftlicher und kultureller Kooperation garantieren Stabilität und Frieden.

    Wer Russland dauernd herausfordert (denken Sie doch bloß an diese unbedeutenden Girlies von Pussy Riot und wie der Westen diese naiven Mädchen propagandistisch missbraucht hat), politisch unter Druck setzt und militärisch bedroht, schadet den Interessen Europas.

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  4. Sie haben in Vielem Recht, das erkenne ich auch an. Aber Frage: Ist die Ukraine kein souveränes Land, zu dem auch die Krim gehörte? Und hat sich Putin da nicht eingemischt?
    Außerdem kenne ich Sie als Mann, der sich immer mit den Schwächeren solidarisiert. Warum mit keinem Wort im Falle der russischen Oppositionellen, denen krasses Unrecht geschieht un die tatsächlich wegen ihrer Kritik an Putin verfolgt und eingesperrt werden? Damit meine ich nicht in erster Linie die skandalösen Pussy Riot-Girls. Die aber auch, auch wenn sie sich naiv vor den Karren des Westens spannen lassen. Sie sind ein Mann des politischen Differenzierungsvermögens, warum fällt ihnen das bei Putin so schwer? Sie werden doch mir auch nicht zumuten, dass ich Putin mit Stalin verwechsle. Er ist sicher auch politisch viel klüger und gefährlicher als Erdogan umd Berlusconi, dennoch hat er mit den beiden Geimeinsamkeiten.Nehmen Sie ihn doch einfach mal beim Wort,wie Sie das sonst immer tun. Achten Sie doch einmal nur auf die Methode, mit der er die Kiewer Regierung diffamiert. Diese Regierung ist unfähig und handelt dilettantisch, einverstanden, aber ist sie faschistisch?
    Und noch einen andere Parallele, die sich hier ergibt:Finden Sie , dass wir uns als Donauland nicht in die tatsächlich faschistischen Umtriebe in Ungarn einmischen, sondern am besten den Mund halten sollen? Wie Frau Meigel und das Ulmer Donaubüro,die in diesen finsteren Zeiten besonders die ungarische Operettenkultur schätzen und hochhalten? Ich denke, Sie sind politisch weitaus klüger und werden die aufgeweichten Maßstäbe in ihrem historischen Bewusstsein bald wieder in Ordnung bringen. Wir brauchen keine Feindbilder, aber auch keine Schönfärberei betreiben gegenüber gewissen Charakteren, deren Echtheit wir bezweifeln dürfen, ohne auf die Propaganda hüben oder drüben hereinzufallen.

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