Die schwazhafte Frau Heidenreich

eigentlich ist über sie nicht zu reden, sie ist nur eine Quotennudel und die Quote will sie partout sehen in der Glotze. Für eine billige Talkshow mag sie meinetwegen auch taugen,doch seit einiger Zeit taucht sie auch immer wieder als Literaturkritikerin auf und in dieser Funktion richtet sie einigen Schaden an. Welcher Vollidiot sie dorthin gehievt hat,weiß der Teufel. Neulich, am Sonntag aber wurde sie ausfällig.Im Litertaturclub des Schweizer Fernsehens. Weil ihr die Dresdner Rede der Frau Lewitscharoff nicht in ihre sentimentale Gesinnungshuberei passte, wurde sie ausfällig und sackgrob. Diese Äußerungen der Lewitschariff zeigten ihr, dass diese Frau überschätzt werde und völlig zu Unrecht mit Preisen geehrt wurde. Auch der neue Krimi ihres Schmähobjekts sei verfehlt und literarisch ein Rohrkrepierer. Nur milde und etwas begütigend versuchten die drei Männer der Runde sie zu bremsen, aber die tugendhafte Tadlerin fand schier kein Ende und setzte ihren politisch über-korrekten Schmäh flugs fort, als die Rede auf Heideggers schwarze Hefte kam. Auch hier belferte sie inkompetent drauf los. Sie verstehe zwar nichts von der Philosophie des Philosophen. Und sie habe das Ganze auch nicht, aber die antisemitischen Stellen dafür sehr genau gelesen und frage sich, wieso man über diesen Un-Menschen überhaupt noch ernsthaft debattieren wolle. Sie war in ihrem Element der gesellschaftlichen Hypermoral,es war grässlich. Wieder zeigte sich, wie intolernat diese Frau werden kann, die sich sonst soviel auf ihr großes Vertändnis und ihr fortschrittliches Gehabe zugute hält. Die drei Männchen ließen sie wüten und bemerkten nicht, wie sehr die Hausfrauen-Megäre mit ihrem stinknormalen und ordinären Verstand auch dem Ansehen und Prestige des honorigen Clubs im Papiersaal schadete. Eine Literaturdiskussion auf dem Niveau der verquatschten, verkquasten Heidenreich ist unter aller Sau und längst keiner Kritik mehr würdig. Nachdem die Spießbüger den Monte verita eroberten, machen sie sich jetzt über die schöne, einst so wilde Literatur her. Denn die Fernsehoberen biedern sich, einzig um ihre Pensionen und Karrieren bekümmert, schamlos dem Massengusto an.
Eine Pein, eine Schande, ein Graus. Kann man halt nichts machen.

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3 Gedanken zu “Die schwazhafte Frau Heidenreich

  1. Doch man kann schon etwas machen. Man kann so wie du und wie ich drüber schreiben. Aber wir wussten es: Das nächste Buch der Lewitscharoff zerstückeln sie, die Zeit-RedakteurInnen und die Ex-Komödiantin(wo sie mir viel besser gefiel).
    Sie können nicht trennen und hauen einfach (zeitgeistig) drauf los.

    Aber sag‘ mir doch, wie kann diese Elke „sackgrob“ werden? Hmmmm……Quenzel, Quenzel….

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  2. Du beziehst Sack zu eindeutig auf das Männliche (hihi), wo es gerade weich, nicht grob ist, drum die schmerzhafte öbszöne Wendung: „auf den Sack gehen“, aua. Andererseits aber meint Sack überhaupt etwas Grobes, eine Verdoppelung also des Groben,völlig geschlechtsneutral. Einverstanden?
    Ja, die Possengestalt Stratmann oder wie die Metzgersgattin hieß,die sie einst schuf, die war echt. Von dort kommt sie und stieg auf ins höhere Metier, wo sie sich aufspielt mit ihren dünnen Kenntnissen. Vom kunstvoll satirisch Vulgären ins
    dümmlich Verstiegene, das ist ihr Weg. Wie absurd, eine WDR Tussie urteilt über Heidegger. Auch verfehlt sie meinungshaft mainstreamig die stilistische Höhe der Lewitscharoff. Sie rennt kreischend infantil unter der Hochsprunglatte hindurch und fühlt sich wie eine neue vorlaute Elke Ranicka.

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