Döpfners kniefälliger Brief an Google

Des Axel Springer-Konzern Chefs offener Brief an Google-head Eric Schmidt (vgl Blog 17.4.) erhielt jetzt eine passend Antwort von Jeff Jarvis:

Die Essenz des Geschäftsmodells, wie es von Mathias Döpfner und anderen deutschen (und französischen) Verlagen vertreten werde, beschreibt Jarvis in seinem Blog Buzz Machine folgendermaßen: “Sie stampfen mit den Füßen wie schmollende Kindergartenkinder, die eine Runde beim Brennballspielen verpasst haben, heulen ‘Das ist nicht fair’ und rufen, dass alles, was auf diesem Spielplatz falsch läuft, die Schuld eines anderen Kindes ist. Dann rennen sie weg, um sich hinter dem Rockzipfel des Lehrers zu verstecken.” Der Lehrer ist in diesem Fall die Regierung.

Man könnte glauben, so Jarvis, Döpfner sei ein Tänzer im Clownskostüm, der in San Francisco versucht, Google Busse zu stoppen. Die Bild-Zeitung bezeichnet Jarvis als “Fox-News mit Titten”. Dabei unterstellt Jarvis Döpfner, dass dieser gar kein reguliertes Google haben möchte. Die Empfehlungen, die Döpfner für Google ausspricht, empfindet Jarvis als “absurd”. So würde das Offenlegen des Such-Algorithmus Spammer befähigen, Google auszutricksen und somit wertlos als Service machen. Und wenn Google Cookies nach jeder Sitzung löschen würde, würde dies das Ende von Target Advertising bedeuten.

Jarvis schließt:

„I donÂ’t think Döpfner believes most of what he wrote, just as Springer and its fellow travelers really didnÂ’t believe in their Leistungschutzrecht. I heard publishers there say that they pushed for the law just so they could strengthen their negotiating position with Google. Too bad for them it didnÂ’t work. So now Döpfner continues to play, thinking that by bullying Google in the press and with government, he can get a pity turn at kickball. But he should beware the unintended consequences of his game, affecting the reputation of Germany as a source of technological and industrial innovation and inviting greater government regulation and interference in markets.
I am surprised you fear Google, Mathias. I thought you were stronger than that.“

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