Das blinde Herz

Redewendungen wie: mein Bauch gehört mir, er entscheidet immer für mich, denn mein Kopf geht niemand was an -so bürgernah, früher sagte man völkisch, also wie beliebt sie auch sein mögen,-ich fang damit nichts an, nein: bin nicht da, kein Interesse. .
Denn mein Herz ist blind im Menschenverkehr, ich stoße darum oft an, kann nichts dafür. Und da hilft mir mein Kopf nur, wenn er ganz bescheiden bleibt und keine Führungsansprüche stellt, nur zuhört, statt dass er ständig den Debattenredner gibt, – denn dann – ja dann kommen wir beide, wie ein einiges Paar, ganz gut durch den äußern Tumult, manchmal, sag ich mir.

Oft aber streitet sich’s auch in der Kabine, wenn es hereinstürmt von draußen, man weiß nicht woher. Einige sagen, das ist der Industrielärm, das Kapital mit seiner Umweltverschmutzung, andere behaupten, der Schmid vom eigenen Glück, -ich habe ihn übrigens nie persönlich gesehen – er sei wieder ausgebrochen, besoffen gewesen und habe randaliert, wie gehabt.
Doch wie gesagt, man weiß es nicht und ich auch nicht.

Oft, denk ich, spüren wir die Störungen von draußen gar nicht, so fein und leise dringen sie herein.Nur wenn es lärmt und kracht und die Angst steigt wie eine böse Flut, dann wird’s arg, dann fliehen alle Redensarten sofort in den Keller, niemand sieht sie mehr und hört auf sie.

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Ein Gedanke zu “Das blinde Herz

  1. „Redewendungen wie: mein Bauch gehört mir, er entscheidet immer für mich, denn mein Kopf geht niemand was an -so bürgernah,…“ – völkisch freilich.

    Das diese niemand mehr sieht und hört finde ich durchaus gut ~ was soll man auch mit dem Dumpfsinn! dem denn nur vermeintlich ´unterstapelten´. Auch laufen die Leute nicht umsonst ind en Keller, „fliehen die Redensarten“, auch wenn da so einige „Leichen im Keller sind“, speziell wenn so’n Stück Verbrecherscheiße-Nazi wie Gerhard Schröder jedesmal seine aufgedunsene Miststückfresse noch präsentiert. Reden können se viel …, zumal von deren Verschissenheit umzu!

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