Die Donauschwätzer

mit ihrem Donaubüro, ihrer Donaustrategie und Donauakademie – Potemkinsche Dörfer, es reicht jetzt. Schluss mit der Schonzeit für die Anpasser, Feiglinge, Trittbrettfahrer, Arschkriecherinnen und Arschkriecher, Amtsschwafler, Heuchlerinnen und Hosenscheißer, Biedermänner, Biederfrauen, Kunst-Schmarotzer, Idioten und Idiotinnen sonder Zahl.
Ironie, Sarkasmus und feinere Mittel der Attacke sind ihnen eh nur Fremdwörter, also sag ich’s ihnen deutlicher, sie verdienen es durchweg nicht anders. Sie wollen die Donau vermarkten und hauen Sprüche raus, dass es der Sau graust. Sie reden sogar vom „Donauvirus im positiven Sinne“, der sie befallen habe, das finden sie witzig. So spaßig wie der OB, der sich selbst immer wieder als Kulturbanausen bezeichnet und das noch als selbstironischen running gag verkaufen will.
Die Provinz ist unerträglich, wenn sie größenwahnsinnig wird und ihr Spumare regelmäßig auf die Agenda setzt.

Damit die geistigen Zwerglein in Amt und Würden auch noch zu getürkten, akademischen Ehren gelangen, gründen sie eine Donau-Akademie, die außerdem nichts bedeutet, nichts vorhat außer eben Hochstapelei und Phrasenproduktion.
Wenn man sie fragt,was sie mit ihrer Donaustrategie denn beabsichtigen, entströmt ihn nichts als heiße Luft. Ja, man wolle Plattformen gründen, Foren in den Fokus stellen und Vernetzungen vorantreiben. Wozu und warum, darauf sagen sie: Keine Frage. Das wird man schon sehen in der Zukunft, wenn die Donauländer alle zu „blühenden Landschaften“ werden, der Tourismus angekurbelt, das Kloaken- und Dreckwasser wieder gereinigt sein werde und auch dort überall auf dem Balkan und im Operettenland Ungarn, wo in Wahrheit der Faschismus wütet, so wie in Ulm mit Demokratie und Humanität wenigstens zur Verzierung von Charityzwecken etwas getan werden könne. Nichts als Geschwätz, Inkompetenz und geistige Verödung. Von Ideen, Gedanken, Fantasie keine einzige Spur über die verlorenen Jahrzehnte hinweg. Sie schmeißen das viel beschworene Steuergeld mit beiden Händen zum Fenster hinaus, halten sich aber für bescheidene Sparer. Sie sind dreiste Angeber im Schafsfell der Frömmelei und Bescheidenheit.Siehe die großspurige Marketingaktion vom „Weitblick“ oder siehe das erbärmliche Stadttheater, wo ein Dreikäsehoch mit Inszenierungen aufwartet, die alle Geduld und Gutmütigkeit missbrauchen. Aber keiner merkt’s. Es ist Betrug und Stümperei, nichts sonst.-

Zeigt man ihnen aber einmal einen originalen Künstler, der die Donau liebt und aus ihr wahre Schätze hebt, sagen die Buchhändler, Zeitungsfritzen und Galeristen hier unisono: „ ja des isch sicher anspruchsvoll, des sieht man scho.. aber dafür sind bei uns do hanna rum koine Leit do, die wo so was schätzen könnten, mir verkaufen halt Ratgeber und oifache Sache, wie Krimis und Biografien, des isch halt leider so, tut mir leid..“
Ich komme mir vor wie in Sonthofen, wo in den Buchläden auch nur die Memoiren Beckenbauers weggehn wie warme Semmel und natürlich die kitschigen Kluftingerkrimis aus dem Allgäu, wo es dümmer und klischeehafter nie war und auch nie zugehen kann. Aber diese Kuftischmankerln haben ja auch hier an der Donau wahre Triumphe gefeiert. Da zahlte sich aus, was die Förderung des schlechten Geschmacks durch Amts-und Kulturverweser und öde Zeitungsschmieranten bewirkt auf Dauer. So werden sie noch lange untergehen in ihrer Betonwüste und ihren Nachfahren nichts als Verstiegenheit und Gesinnungsgestank hinterlassen.

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