Die Betrachterin

Frau Merkel, die Kanzlerin, will die gesamte Energiepolitik in Europa neu betrachten. Merkwürdig bleibt an dieser Meldung das Wort „betrachten“.
Frau Dr. Merkel bringt damit eine neue Note in ihren regierenden Stil. Sonst wird stets nur informiert, verlautbart und debattiert. Jetzt kommt ein neuer Ton, übrigens einer alten philosophischen Lebensprosa, in den Diskurs.
Das theoretische Kalkül vor der Praxis, oder wie sie heute sagen vor der Umsetzung, durchläuft die andere Denk-und Gemütsart, so zwischen Stimmung und logischer Argumentation. Das alte Wort dafür ist Besinnung.
Besinnen heißt längere Zeit das Ziel der Betrachtung vertiefen und umkreisen. Damit ist ein Zeitfaktor, ja eine Verweildauer, eine Fermate in die Politik eingeführt, die bisher unter Technokraten keine Rolle spielen durfte.

Der Spott der Satire und der Stammtische bekommt durch das merkwürdige Wort
natürlich Futter: „So so betrachten tut sie, sonst hat sie nichts zu tun.“ In einer Arbeits-und Leistungssportgesellschaft von Betrachtung reden heißt :Nichts bleibt ohne weiteres mehr beim Alten.
Ich stelle mir vor, wie Frau Merkel Auslandsbesuche absagt, Gremiengespräche verabsäuumt, weil sie allein in ihrem Amt auf dem Balkon in der Abenddämmerung sitzt und sich der Besinnung anheim gibt. Die Fakten hat sie eh alle im Kopf und die alten Theorien von Energie, Zukunft und Sparpolitik kann sie blind herunter beten. Sie ist ja eine wissenschaftlich denkende Frau,- jetzt aber schlägt ihr die andere Stunde, die Stunde der Betrachtung. Der Kontemplation. Sie vergisst für Augenblicke ihr gesamtes naturwiss. Wissen und fängt ganz von vorne an, das Problem zu durchwandern.
Ich habe keine Ahnung, was dabei herauskommen kann. Ich finde nur den Imagewechsel angenehm, mitten im Lärm der höchst geschwinden Organisationsstrukturen und Verbände leistet sich die Kanzlerin  ein langes Verweilen. Ein Bruch mit den üblichen Zeittakten und notorischen Terminzwängen. Eine Ausdehnung ihrer Selbstpräsenz im Kanzler-Amt.
Sie ist ja eine international berühmte und gefragte Politikerin inzwischen. Ihr nüchterner und zuverlässiger Methodenstil wird allseits geschätzt. Die Frau ist standfest und redet ohne Koketterie und eitlen Sonnenschein. Sie strahlt einen Ernst aus, der noch aus der kargen Lutherzeit zu  stammen scheint.
Sie wird jetzt immer weniger Zeit haben, auf das nationale Mediengeschrei zu reagieren. Dafür hat sie aber ihre loyalen Sprecher, die ihre Reserviertheit gegenüber den Medien schlicht und kommentarlos wiedergeben.

Schon ihre jüngste Bemerkung zu ihren Telefonaten mit dem Russen Putin ließ mich aufhorchen. „Putin lebt in einer anderen Welt“, sagte sie.
Damit wies sie natürlich auf sich selbst zurück. Sie nicht, sie lebt und handelt in der realen Welt. Diese Frau Merkel wird immer mehr zu einem Rätsel, das von Journalisten und Fotografen nicht geknackt werden kann, denn sie müssen immer auf die Wünsche ihrer Kunden eingehen, dürfen so gut wie nie  frei denken.
Die Lüge der „freien Presse“ wirkt nur deshalb so mächtig, weil sie so faustdick ist.

Die Frage, die ich mir stelle, ist : In welcher Welt lebt und betrachtet Frau Dr. Angela Merkel sich selbst ?

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5 Gedanken zu “Die Betrachterin

  1. Sie wollen einfach meiner Fiktion nicht folgen, sie müssen immer mit ihrer Realität, und wie Sie diese beurteilen,daherkommen und meine Vorzimmerdamen fast verrückt machen. Die kleine Strauch,die Susi, hat schon Angst vor ihnen, wegen ihrer Flüche und Schimpfkanonaden.Kleine Frauen und Mädchen erschrecken, ich bitte Sie.Oder tun Sie das nur bei mir, indes Sie inmitten Ihrer Bremerinnen und Bremer den braven Mann markieren? Ich traue Ihnen das zu, Sie ordentliches Mitglied unseres Anarchovereins.Ich weiß, es ist hart zu schlucken, dass nun auch Frau Merkel in die ewigen Geschichtspfründe abgetaucht und verschwunden ist. Sie spricht zu uns bereits vom Balkon der Ewigkeit. Nichts mehr zu machen.

    Stellen Sie sich einmal vor, ihre persönlichen Erfahrungen und persönlichen Einsichten wären gefälscht worden. Bevor sie noch zu Ihnen kamen, hat ein Fälscher sie schon in den Klauen gehabt und daran seinen Giftzahn gewetzt? Ich glaube, Frau Merkel zu attackieren und tatsächlich zu treffen, ist weit schwieriger als die meisten meinen. Ich versuche bei Leuten wie ihr immer den Weg der kritischen Affiramtion abzuschreiten. Dieses mein sehr methodisches Ja bezeichnet und bedeckt die Oberfläche der realen Person, darunter im Text aber sammeln sich die Fragen, die darauf verzichten, ihr Schweigen zu brechen.Das ist eine meiner Methoden, die ich Ihnen heute ausnahmsweise einmal empfehlen möchte. Sie wisssen, das ist sonst nicht meine Art. Ich messe meinen Lesern eher den Puls, als dass ich ihnen beim Hochsprung oder beim Lauftraining eigens behilflich sein wollte.
    Machen Sie’s gut, bald wird die Uhr schon wieder umgestellt. Oder wie die Politiker sagen: „nach vorne gebracht“.

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  2. Mein lieber @Quenzel,

    … die Maßler-Stadtteil v. HB (J. Trittin) nicht zu vergessen ;). Ist schon eine witzige Sache, das wissen jene ehemaligen alten Freunde genauso gut wie ich. Doch was soll ich mit Freunden die mir nie was nutzten? die irgendwann mal, dann wenn, lang ist’s her, ich einer der aktiven Vor~ bzw. Mitdenker gewesen war. Dies mithin aus meinen spezifischen Gründen, die ich meine ehemalige messianischen nenne.
    Ich denke dabei spontan an jene Situation um jenen Herman Kuhn als er noch Gymnasiallehrer gewesen ist (bis ~etwa 1970). Man hörte, vielmehr man munkelte, die Proteste der Eltern, welche sich der Schizophrenie der linken Nachkriegslehrer für ihre Kinder ausgesetzt sahen. Ich ließ mir die ´Lehrerbriefe´ (an die Bildungsbehörde) kommen, verglich diese mit den diversen Pampfleten der Eltern, einigen Zeitungsartikeln, und machte meinen Kommentar. Dabei war mein Freund Hermann, der ja auch mit Frida Nake und auch Ralpf Füchs und zwei jungen Frauen als Mündel zusammen wohnte, da grad über der Bettina Wassmann (ihrem linken Buchladen), einerseits eine Art Speerspitze was die/jene Nachkriegs 67’ger Ideologie anging… was ich nicht in meinem Interesse akzeptierte. Denn freilich wollte ich diese sein, und eben gewisser Maßen ging es auch in dieser einen Schule damals darum. Ich nutzte meine Omnipotenz zu etwas das mein Credo war: Philosophische Integration, psychoanalytische Basis, politologische Kolaboration mit der BRD-Regierung – in Maßen versteht sich – mit dem Damoklesschwert der ehemaligen Besatzermächte, das ich mehr oder minder führte bzw. wesentlich beeinflußte. Und im Grunde reichte das völlig aus um diese kleine pädagogische Frage dort, mit ihren überzogen/überspritzen und gleichfalls schlecht ´unterstapelten´ Situativitäten zu regulieren. Erst später dann, als es zum Politikum hochstilisiert wurde, und zwar eigentlich im Rahmen des damals zunächst noch bestehenden Verbotes der DKP als KPD Nachfolge – Adenauer der Blödidiot ließ grüßen – und der, durchaus durch mein Betreiben im Kunkel mit Finanz’kriegsminister Helmut Schmidt, dann DKP Zulassung als Partei. Nicht nur meine Ablehnung der RAF, sondern auch das Wehrdienstverweigerungsrecht – und zwar gegen die völkische Bidermeierideologie die damals noch herrschte – diverses anderes, ebneten den Weg zur KBW-Gründung. Der KBB(HB) damals war eigentlich verboten (KPD-Verbots-Erlaß), worauf ich die Bremer-Kirche als Argument, denn eben des Realen Geistigen, ins Spiel sprachte. Dei BRd-Regierung sagte zu mir: „Keine KPD nach Deinen Wünschen ohne Zulassung der DKP“-Punkt. Ich also dem Ehepaar Breitbach, Herbert Mies, geschrieben, diskutiert. Mithin war Inge Breitbach späterhin in der Schule wo ich war Elternsprecherin. So wird nen paar Schuhe draus! Damit war dann jenes Politikum um das ´nicht Berufsverbot´, denn gleichsam Protest gegen dieses, gegen Herman zur politologischen Frace geworden – was aber zum Abschluß geführt werden mußte. „Keine Schwelfeuer! – ´einfach und klar´, klare Begriffe“ – so die Devise. Wie auch immer ist die Story zur Helga Trüpel eine ganz andere, (S)ie als Urgestein der Europa-Union seit ehedem, gewisser Maßen „Übersoziologie“. Das zur näheren Erklärung an Sie, Sie Ulmer Übertui.

    Kommen Sie mir doch nicht mit diesen Edelzossen, ob jüdisch oder nicht ist mir völlig egal. Gleichsam zu den Edeltui’s a la Hermann Hesse, diese Pädagogischen Möchtegern Altphilologen, deren zwistiger Neid zu jenem des ´Stiftungslebens´ a la Böll und ja auch der roten Rosa.

    Sie wissen das ich Sie schätze. Aber – auch Sie fahren die Nummer von Leuten die in ihrer Verschissenheit paar Happen zu viel angeben. Das würden wirkliche Freunde zu mir nie machen. Insofern kommen Sie mir – auch – vor wie der allerletzte Blödpenner, irgendwelche Dumpfidioten, totschwachsinns verblödet geboren, und deren blödirre Sein … weil diese niemals anderes konnten und können. Ich weiß das sind Sie nicht, nur eben mit ihrer gelinden, gar nicht Arroganz, sondern Überheblichkeit laufen Sie bei mir stumpf gegen die Betonwand – dito eben selbige anderen, die mithin eben des Seins zu diesem (des metalogischen Themas) eine ganze Klasse doofidiotischer sind als Sie. Das ist entitärer Fakt -Punkt.

    Freilich sind hunderte Sachen von mir verfälscht worden. Aber was ist das? Reine Wahrheiten … Unsinn, gar nicht auszuhalten, … Anarchoverein ´psych. Mantram´. Meine kleine Strahlsunder Freundin, die bei den Neunaugen, die nicht so hübsch war/ist, mein kleiner anthropologischer Engel. Lesen Sie mal die UNO Vorschriften für Revolutionäre, zumal wenn der Kanzler et al da mitmunkelt – dann wissen Se bescheid. Wie gesagt, es ist meinerseits alles gesagt, d.h. ich habe gesagt das es so und so ist ~ ähh, für mich und von mir. Die Geschichte – so wie sie ist – hat’s ja bewiesen … wie es wirklich ist. Was heißt verfälschen? Die Typen vom Galaxis-Rat und die Erzengel-Idioten? Hatscha, die nerven mich höchsten nen bißchen, genauso wie die erwähnten Unteridioten, davon wieder die Altverbrecher und Vollkriminellen wie se da sind ~ das ´Who ist Who´ der BRD. „Mich kann Keiner!…“ schon lang nicht. Insofern irgendwelche Dumpfbacken sich sowieso nur erheben könnten ist auch das eben so. Freilich, alle die sich jenem Verbrechertum und Krim’inellenpack – durch die Bank wie se da sind – zuordnen, ob bewußt oder nicht ist einerlei, denen gehts blendend, arschvergoldet wie nur geht. Und zwar eben genau deswegen was Sie aus irgendwelchen, Sie verzeihen bitte, lächerlichen Seltsamkeiten befasst bzw. an/zu mir nervt. Denn, ich werde weder einer ´Merkel-Regierung´, noch einem ´Aipotostar/Stadtschreiber´ Fatzke(n), das Wasser reichen und auch nicht deren dämliche Verschissenheit nähren. Ich werde auch keine blöden Irren heilen. Solche die intelligent genug sind können das selber (recht deutlich an @Igelin zu erkennen). Was die blöden Irren betrifft, so will ich viel mehr das diese tot sind(!), möglichst mit dem ganzen Dreckspack das diese als ´Psycho-(Fälscher)-Irre´ duldet, demütig ist, als solche der Totfeindschaft zu mir erhält. Ausgerottet werden soll das Pack … allesamt wie se da sind! und nichts anderes mehr und absolut synthetisch konklusional nur das. Die Zeiten wo Stahlhelme zu Pisspötten und Abschüttsieben umgemünzt wurden sind längst vorbei.

    Beantwortet das, dies wiederum von mir erklärende, Ihre dies bezügl. Fragen? Zwischen uns, sofern ich ich mich Ihrer freundschaftlichen Gesinnung schätzen darf, ändert das gar nichts, hat es noch nie.
    Was ´die Politiker´ sagen interessiert mich nur insofern sie etwas sagen. Ansonsten interessiert es mich nen feuchten Kehrricht, nen Dreck, … wie ehedem Allzeiten, sowieso alles Brennholz – das sowieso. Der ganze historische Kinder(hirn)müllhaufen von Dumpfscheißern? dito ~ tara wie gesagt.
    Es ist vielmehr das kosmologische Irrengelalle der Wissenschaft was mich, obwohl abgenervt, nur noch amüsiert, und das zumal bestenfalls. Ich habe zigmal deutlich gesagt was Sache ist: Die Leute werden so sein wie sie sind bis sie tod sind. „Und niemals wird selbst der Ewige die Gesetze ändern“, und wenn bin ich das.

    So long bro,
    greetings
    Mithrahee

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  3. das war beinah deutlich, Ihre Allleinstellung finde ich bizarr, sie betrofft mehr das Politische als die reale Politik. Dass es zuviele Idioten gibt, ist evident und Sie brauchen es eigentlich icht mehr sagen, wenn Ihre Schimpfkanonaden und Flüche auch eine erzalte Tradition wieder beleben. Die Tradition der Entsakrilisierung.
    Gruß Q.

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  4. Lieber @Quenzel,

    Sie sind nen guter Kerl!

    Manchmal denke ich zu meinem eigenen Geschriebsel, sofern es nicht abgezirkelt und gestochen ist (was ich lieber dann als Einzelschrift mache (siehe in meinen Medien)) … oh, oh das ist vielleicht nen bißchen nicht ganz semantisch ;), wobei ich eigentlich phil.semio.log. darauf Wert lege. ~ Weiß wohl, bin aber kein Dichter. ´Dichte´ (phys.) ist für mich prosaisch „eine Anekdote der Schönheit“ ~ kleiner Multiproblemspruch (€ ~ hihi).

    Klasse Mann, Sie sind ne Marke! Ich liebe Autentizität! ps. besonders wenn ich dabei recht behalte, nicht wirklich enttäuscht werde.

    Wünsche Ihnen einiges Gutes in Ihrer Schlenker~ und Kurven-Genealogie,

    Grüße,
    Ihr Andreas H. Lux (*)

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