Die Frauen im Allgemeinen

Mein Gott wie konnte ich den Frauentag vergessen?
Ich gratuliere nachträglich. Natürlich, pardon, dass ich wieder zu spät komme, aber ich hatte einen Ausflug zu bewältigen mit dem Zigarrenclub, und dort redete man natürlich viel über die Weiber an sich, aber keine der Damen war anwesend.
Ein anderes Thema war die Krise in den späten Männerjahren. Ich war Gast dort nd begleitete eine Persönlichkeit aus dem Fischereiwesen, deren Redenschreiber ich bin. Der Vortrag handelte allgemein vom Überfischen unserer Gewässer. Das nur nebenbei, denn ich wollte ja zu den Frauen noch ein Wort sagen. Der Vorsitzende des Zigarrenvereins, der seit über 200 Jahren schon besteht,vermerkte in seiner Eingangsrede, dass die Frauen in der heutigen Welt allgemein in einem Aufbruch begriffen seien. Das betrachte er mit Zuversicht, denn er gehört zu den Befürwortern des Vereins, dessen Mehrheit noch immer gegen ein Beitrittsrecht der Damen votiert. Entsprechend war die Stimmung. Einer der Vorstände verwies auf die Tradition, außerdem fragte er nicht ohne maliziösen Unterton, wo gebe denn noch einen Ort außer in unserem Zigarrenclub, wo man frei über das Weibliche reden kann, ohne zu fürchten, dass eine der Vertreterinnen wieder zuhörte und alles der Presse übergäbe? Vornehlich der feministischen Presse, setzte er nach, beinah aggressiv.
Natürlich das war das alte felsige Argument, das ein kollektives Gelächter hervorbrachte und die Stimmung wieder anhob. Whisky wurde aufgefahren und alter roter Wein.
Aber wie gesagt, ich war ja nur Gast, kein stimmberechtigtes Mitglied, aber natürlich dachte auch ich länger über das Frauenproblem nach, ich meine Problem hier rein aus der männlichen-Perspektive begriffen. Darüber diskutierte ich noch lange in der Philosophenbar mit einem Jesuiten, der viel über die Frauen wusste, weil er überall auf der Welt schon zu Hause war, der übrigens auch hin und wieder Kontakt zu Prostituierten hat, als Seelsorger und Kunde, das gab er zu.

Nein, Frauen gehören gewiss zur Substanz des Lebens, wenn man allein an die vielen Mütterrollen denkt. Aber auch die heutigen Karrierefrauen müssen natürlich zur Sprache kommen. Da geht einem einiges durch den Kopf, ganz klar.
Bei der Heimfahrt dachte ich daran, die alten Texte zur Mädchenerziehung des Dichters Frank Wedekind wieder einmal durchzusehen. Vielleicht ist das das richtige Thema zu dem poetischen Aufsatz, den ich in einer persischen Untergrundzeitschrift unterbringen will. Ich habe dorthin seit kurzem einen guten Draht. Am Schluss habe ich noch einige gute Zigarren erstanden, die ich bald mit Genuss wegrauchen werde.

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Ein Gedanke zu “Die Frauen im Allgemeinen

  1. Das mit der Zigarre ist gut. Der Mann von meiner Tante hatte auch immer Zigarren aus Leidenschaft geraucht.

    Pfeifenraucherclub? Das wars wohl nicht. Aber jetzt fangen sie auch zu saufen an wo se sich in die Gefilde der Temperierten begeben haben?

    An der Philosophenbar unterhalten Sie sich also mit Jesuiten. Paßte der denn wenigstens in seine Tracht? Sind die auch schon so runtergekommen? … es geht auch mit den Jesuiten also vorwärts.

    Die Frauen im Allgemeinen, Allgemeinen groß! -richtig. Wenn Sie sich da nicht mit der Überschrift ein bißchen zu weit aus dem Fenster gelehnt haben. Aber Sie haben ja ´die´ Donau für sich da in der Nähe, dann kann ja nichts passieren, besonders bei Mondschein.

    Gruß,
    Mithrahee

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