Situation des Glücks

Die Sorglosigkeit im Bett, wenn ich eine halbe Stunde, eine Stunde, über eine Stunde säume und mich weigere, wieder in die Galeere der Zwänge und Pflichten zurückzukehren, – diese Situation bezeichne ich als die Beste meines Lebens. Und das Beste überhaupt ist, dass ich diese glückliche Situation wiederholen kann.
In den Traum versinken heißt in diesem Moment auch, das Ich abwerfen zu können, das Joch des Willens, der Vorsätze und des Antriebs. Nicht ich bin der König im meinem Zimmer, wo mein Bett steht, nein: Kein Willensakt, kein Trotz, keine Abwehr im Sinne: bleibt mir gestohlen ihr Antreiber, Verwandte und falschen Zeitgenossen, sondern es ist tatsächlich der andere Zustand, der unbeherrschbare, unlenkbare, kein der, (auch nicht der eigenen ) Willkür unterworfene, – der endlos erfahrene, ausgedehnte Augenblick. Hier bin ich der andere, der Hafen, wo alles mögliche anflutet, alte Platten, Gesichter, Haarteile, jüngstes Gerät- ein Durcheinander von Stimmen und Dingen, die ich nicht ordnen, nur wahrnehmen muss. Ein glücklicher Umstand, der mich loslöst von allen anderen, von der Welt selbst mich befreit. Ich tue nichts dabei, ich denke nichts, ich fühle das andere, das Dunkle, das mich durchdringt und zugleich umhüllt. Schutz und Aufmerken, beides.

Advertisements

Kommentar verfassen

Bitte logge dich mit einer dieser Methoden ein, um deinen Kommentar zu veröffentlichen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s