Zurück in die Wirklichkeit der Illusionen

Der finstere, stets nobel im feinsten Tuch auftretende Italiener Gulio Andreotti soll einmal gesagt haben: „ Die Macht verschleißt nur den, der sie nicht hat.“ Also es gibt nur ein Entweder mächtig oder ohnmächtig. Ist man letzteres, kann man sich ein braves Image der Unschuld und der Bescheidenheit anschneidern lassen. Viel von Verantwortung quasseln und vom sozialen Gemeinwohl.
Eine hoch-moralische Übung, die tatsächlich verschleißt und Idole schnell abstürzen lässt, wie soeben Frau Schwarzer und Uli Hoeness, die mächtiger waren, als es ihre inszenierte Unschuld und Unbescholtenheit ahnen ließ.

Ist man mächtig, wird man ständig von der Gier nach Machtsteigerung getrieben, die man am besten in der üblichen Sozial&Staats-Rhetorik versteckt. Hier die Heuchler, dort die Zyniker. Offen und ehrlich geht es selbst in der offenen Gesellschaft wohl nirgends voran. So jedenfalls der Machiavellist Andreotti. Ein Blick auf die Märkte und die Rolle der Banker und Börsenjobber scheint ihm mehr recht zu geben, als es uns lupenreinen Demokraten (G.Schröder) lieb sein kann.

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