Pest der Konsenskultur

Allmählich regt sich ein deutliches Unbehagen an den getürkten, guten Deutschen. Einer, der es wissen muss, spricht es aus:

Film-Regisseur Dominik Graf: „Das Schreckliche am deutschen Themenfilm ist ja, dass alles immer auserzählt werden muss wie in einer Talkshow. Die ewige Präsenz des gewichtigen Themas verkleinert das Filmische am Film.“

Das deutsche Kino ist fad, politisch korrekt und allzu gutmenschlich,rennt immerzu offene Türen ein. Zuviel Moralin darin,zu viel süßes Wunschdenken. Die jüngeren Deutschen wären niemals Nazi geworden, das haben wir ganz klar zur Kenntnis genommen, sie hätten von Anfang an Widerstand geleistet. Ein Till Schweiger, ein Moritz Bleibtreu, eine Maria Schrader sie hätten niemals einem Goebbels oder Göring gedient.

Graf: „Ich bin dankbar für die Filmförderung. Aber die Pest der Konsenskultur gewinnt immer mehr Einfluss. Die Radikalität, das schmutzige andere Kino wird in der protestantischen Berliner Republik zu einer bedrohten Spezies.“
Die Filmförderung, Herr Graf finanziert den Konsens der neuen Gesellschaftsideologie. Er bringt die Quoten und deshalb darf sich ein braver Mann wie Nico Hoffmann glücklich schätzen. Für ihn stehen die Fördertöpfe Tag und Nacht offen.
Interesant der Ausdruck: Das schmutzige,andere Kino,nur, was meint er denn damit genau? Spürt er den Druck des tapferen Konkurrenten Lars von Trier, der nicht davor zurücksckreckt, schmutzige Pornoszenen in seinen Filmdiskurs einzumontieren?

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