Streit ums Schwörfest

Die Stadt Ulm duldet auch am lokalen Feiertag, am Schwörmontag, keinen Krach und keine Besäufnisse mehr nach 23 Uhr. Der Mann von der Abteilung Ruhe, Ordnung und Sicherheit heißt Reiner Türke. Er will im Sinne einer „breiten“ Öffentlichkeit auch keine neuen Brennpunkte mehr erlauben.
Der Vorsitzende des Vereins „Stadtempfinden“erkennt darin einen Rückfall in die herzlose Vorzeit und fordert eine Verschiebung der Sperrzeit bis nach 1 Uhr in der Nacht. Denn die Bürgerfröhlichkeit, so nennt er das Saufen, entspreche dem ur-demokratischen Gedanken und Brauch aus dem 14.Jahrhundert, nach dem der Oberbürgermeister in der Früh schon schwören muss, dass er es gut meint mit seiner Bürgerpolitik.
Das „Stadtempfinden“ hat sich eine eigene Website zugelegt und sammelt dort Unterschriften des Protestes.
Es wendet sich entschieden gegen eine kleine Gruppe „ewiger Nörgler“ und Rentner, denen das Fest zu laut, zu dreckig und die Ausgelassenheit der Ulmer Bürger sowie deren Besucher zu fröhlich ist.
Denn, so das Argument des „Stadtempfindens“: „In einer Demokratie zählen eben nicht nur die Stimmen derer, die möglichst penetrant gegen alles vorgehen. „
Sondern eben auch die Empfindsamkeit und Fröhlichkeit einer wachsenden Mehrheit von Säufern und Krawall-Demokraten.
Der Streit ist noch lange nicht entschieden. Ich weiß eigentlich nicht,warum.

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