Die Presse ist brutal

werden sie sagen jetzt, die jäh vom Sockel der Ehre und der Prominenz Gestürzten: Die Schwarzer, der Theo Sommer, der Hoeness. Die Presse war das Schlimmste, jedenfalls schlimmer als ihre Sünden und Verbrechen, so höre ich sie heute schon, in ihren Memoiren greinend und klagend. Dieselbe Presse, die sie einst berühmt machte, hat sie wieder zu Fall gebracht. Welch Schicksal, welch ein Hammer-Schlag!!
Ist das nicht maßlos? Freilich, waren sie selber weniger maßlos, als die Presse es noch gut mit ihnen meinte ? In der BILD-Zeitung verurteilte die Schwarzer den einst so sympathischen Kachelmann schier gnadenlos, in Kicker und BILD machte der Hoeness den Christoph Daum und den Willy Lemke zur Schnecke, in seiner ZEIT durfte der Theo Sommer den Franz Josef Strauß oft genug anbieseln und den Kanzler Kohl gleich ganz madig machen. War all das viel gerechter als das ihnen nun Widerfahrende?
Ich sage nichts mehr dazu. Die Skandal-Sache scheint mir vergiftet. Auch mag es ungerecht und hart sein, dass es für prominente Instanzen von einst wohl keine Resozialisierungschancen mehr gibt. Jetzt müssen sie zurück in die Anonymität, sagte Minister Schäuble zu Günter Jauch, nicht ohne Genugtuung in der Miene.
Aus der Traum der Vormundschaften. Ihnen hilft nur noch die Selbsthilfegruppe für prominente Betrüger. Dergestalt bußfertig könnten sie bald wieder, ähnlich wie die Alkoholiker, zu Worte kommen.
In den dafür üblichen Talkshowrunden.
Das ergibt bestenfalls einen kleinen Wiederaufstieg,
in die Etagen der B-Prominenz.

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