Heimsuchung

Ich schlief lange heute, plötzlich aber schwebte eine Gestalt ins Zimmer, eine große strahlend schöne Fee, ich kam lange nicht aus den Staunen heraus, mir verschlug es ..ich brachte keinen Ton aus mir heraus. Sie aber redete, wollte von mir meine größten Wünsche wissen. Ich stotterte .. dass—damit ich–konnte ich nicht rechnen, ich stand ja unter Schock, dachte ich zunächst, war ich denn gestorben schon, ohne mein Wissen, nein ich spürte mich, prüfte Hand und Brustkorb, Kopf.. ich sagte ihr schließlich, da müsste ich erst einmal aufstehen, die Zähne putzen, mir – und vielleicht auch Ihnen? Eine Tasse Kaffee ? Drüben in der Küche? – Ich war mir nicht sicher, ob sie mich versteht oder in anderen Gedanken in meinem Kopf etwas herausliest, etwas herauszieht, ich war mir nur sicher, ich hatte keine Chance mich zu verstellen oder ihr etwas vorzuspielen.. sie durchschaute mich vollkommen, mehr als ich selbst konnte sie in mich hineinsehen.. das fühlte ich – jetzt hätte ich gerne gelacht, um Distanz zu bekommen, aber es ging nicht.. .sie saß mir auf der Schulter wie ein sprechender Vogel plötzlich..sie wollte keinen Kaffee, welche Wünsche welche Größe, ich kannte plötzlich nur meine kleinen und kleinsten Wünsche, es fiel mir nichts Großes ein.. hatte sie meine Denkplatte.. mein Gedächtnis gelöscht.. was trieb dieses Wesen für ein Spiel mit mir..da verwandelte sich der Vogel auf meiner Schulter zurück in die schöne Fee, sie lächelte und war plötzlich so besänftigend, dass sich das unheimliche Gefühl in meinem Innern langsam verzog. Sie war ja doch aus Fleisch und Blut, dachte ich, ihr Kostüm entsprach der jüngsten Mode und kleidete sie vornehm und schick. Sie schaute wieder durch mich hindurch.. Ich stolperte in eine neue Verlegenheit, sie steuert mich, dachte ich jetzt, sie hat mich in der Hand, ich brauche gar nichts zu sagen und tatsächlich, sie war plötzlich verschwunden, als ich aufblickte wieder.. ich rannte durch die Wohnung, ob sie sich vielleicht versteckte.. es ist jetzt alles zwei Stunden her und ich weiß nicht mehr, ob es wirklich so war wie ich es hiermit versuchte wenigstens zu– erzählen..denn ich begreif‘ es nicht.

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